Thomas Krug – Geschäftsführer der Conwick GmbH

Projektsteuerung und Projektleitung bei Bauvorhaben

„Stressfrei Bauen“ (Vol.15) – Ein Beitrag von Thomas Krug

Seien Sie ehrlich: Könnten Sie spontan zwischen diesen Begriffen unterscheiden? Vermutlich nicht, sonst wären Sie nicht auf dieser Seite gelandet. :-)

Tatsächlich machen mein Kollege Jonas Betz und ich immer wieder die Erfahrung, dass Projektleitung, Projektsteuerung und auch Projektmanagement im Sprachgebraucht synonym verwendet werden. Doch es gibt Unterschiede. Und damit verbunden sind klare Zuständigkeiten im Rahmen eines Projekts. Deshalb möchten wir die Begriffe an dieser Stelle nochmals vereinfacht erläutern. Was dabei gut hilft, ist der Vergleich mit einer Schiffsreise …

Projektleitung – Einer gibt die Kommandos

Jedes Schiff benötigt einen Kapitän. Diese Rolle übernimmt in der Projektmatrix der Projektleiter (bzw. die Projektleiterin). Er ist verantwortlich für die Zielerreichung, sprich: die Ankunft am Zielhafen. Deshalb hat er die Entscheidungs-, Weisungs- und Durchsetzungsbefugnis inne und erteilt der Mannschaft die Kommandos.

Die Rolle als Projektleiter kann direkt vom Bauherr übernommen werden. Oder sie wird übertragen an eine Bauherrenvertretung, die sich stellvertretend für seine Belange einsetzt. Das hängt vom Umfang eines Projekts und der Art der Vereinbarung ab. Doch dazu gleich noch mehr …

Kurz zusammengefasst: Die Projektleitung übernimmt die strategische Führung im Projekt. Sie hat die Gesamtverantwortung inne, trifft die Entscheidungen und hat als oberste Projektinstanz Weisungsbefugnis.  

Projektsteuerung – Einer hält das Ruder

Auf einem Schiff gibt es eine Person, die den Auftrag hat, die Route im Blick zu behalten und den Kurs zu halten. Das trifft auf ein Projekt ebenfalls zu. Auch hier gibt es einen Kurs, nämlich einen klar definierten Projektplan, der die genauen Abläufe und Verantwortlichkeiten, die Meilensteine, die Zeit- und Kostenplanung und weitere Details beinhaltet. Die Person, welche die Projektsteuerung innehat, trägt damit eine große Verantwortung, gerade innerhalb eines Bauvorhabens. Ihre Aufgaben sind die Veranlassung, Kontrolle und Gewährleistung der geplanten Abläufe.

Die Projektsteuerung umfasst dabei wesentliche Handlungsbereiche wie die Organisation, die Dokumentation, die Qualitätssicherung, das Controlling von Kosten und Terminen sowie die Kommunikation mit allen Projektbeteiligten. Auch diese Aufgaben werden oftmals im Auftrag von Bauherren übernommen. Der Unterschied zum Projektleiter: Die Funktion ist in der Regel nicht mit einer Entscheidungs-, Weisungs- und Durchsetzungsbefugnis verknüpft.

Einfach ausgedrückt: Die Projektsteuerung übernimmt die operative Führung in einem Projekt und ist eine unterstützende Funktion für den Projektleiter.

Projektmanagement – ein Überbegriff für die gesamte Reise

Projektsteuerung und Projektleitung sind also eigentlich zwei unterschiedliche Funktionen. Warum beides dennoch gerne verwechselt wird, ist leicht erklärbar: Die Unterscheidung ist in der Praxis nicht ganz so trennscharf wie in der Theorie. Und nicht zuletzt werden beide Funktionen gerne in Kombination ausgeführt, also von einer Person oder einer verantwortlichen Stelle. In diesem Fall wird auch gerne von Projektmanagern gesprochen. Wobei der Begriff „Projektmanagement“ der am wenigsten griffige in dieser Aufzählung ist. Denn im Grunde genommen wird damit die gesamte „Schiffsreise“ beschrieben.

Das Projektmanagement ist demnach die Gesamtheit aller Aufgaben, die erforderlich sind, um ein Projekt – beispielsweise ein Bauvorhaben – im Rahmen der zeitlichen, kostenbezogenen und organisatorischen Rahmenbedingungen und zum Erfolg zu führen.

Und welche Rolle nimmt Conwick ein?

Eine sehr gute Frage, die wir gerne beantworten. Tatsächlich hängt das davon ab, in wie weit ein Bauherr oder eine Bauherrin mitwirken möchten.

In der Regel sind wir als Projektsteuerer eingesetzt und beraten den Auftraggeber in seiner Leitungsfunktion. Daher auch unser altes Bild von der rechten Hand des Königs und unsere vier Königsregeln. Wir sehen uns als „Entscheidungskatalysator“, der die Komplexität eine Bauprojekts reduziert und den Bauherrn schneller entscheidungsfähig macht.

Tatsächlich sind wir in vielen Projekten aber auch zum Teil mit Weisungs- und Entscheidungsbefugnissen ausgestattet, sodass wir in einer Leitungs- und Steuerungsfunktion gleichzeitig aktiv sind. Das hängt wie gesagt vom Auftraggeber selbst, aber auch von der Dauer und Komplexität des Projekts ab. Nicht selten haben unsere Bauherren keine Vorerfahrung mit Vorhaben dieser Größenordnung.

Wenn Sie mehr über unsere Art der Unterstützung erfahren möchten: Informieren Sie sich in den nachfolgenden Links gerne über unsere Methodik und unsere Leistungen.

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie Bedarf an einer Bauherrenvertretung haben, dann legen wir Ihnen unser Flowchart ans Herz.

Was uns aber am liebsten ist: Lassen Sie uns kennenlernen und persönlich miteinander sprechen! Ganz unverbindlich und stressfrei, wie es unserem Firmenmotto entspricht. :-)

Bilder: Conwick GmbH

Die Geschäftsführer der Conwick GmbH – Thomas Krug und Jonas Betz

Thomas Krug (li.) und Jonas Betz, Geschäftsführer der Conwick GmbH