Blick hinter die Kulissen der Hohenloher Molkerei | Conwick

1,3 Millionen Liter täglich – Blick hinter die Kulissen der Hohenloher Molkerei

Die Hohenloher Molkerei erzeugt Milch. Ok, das ist nichts besonderes, oder? Von wegen. Ein Besuch vor Ort zeigt, dass sehr viel passieren muss, damit wir unsere tägliche Ration Milch auf dem Frühstückstisch stehen haben.

Perspektivwechsel mit Mehrwert

Als Bauherrenvertreter sind wir normalerweise mitten im Geschehen. Wir kommunizieren, wir steuern, wir unterstützen Bauherr:innen bei ihren Entscheidungen. Umso spannender ist es für uns, wenn wir einmal die Perspektive wechseln können und zum Beobachter werden.

Im Rahmen eines Besuchs mit dem Rotary Club Schwäbisch Hall hatten wir in Person von Conwick-Geschäftsführer Thomas Krug die Gelegenheit, genau das zu tun: einen intensiven Blick hinter die Kulissen der Hohenloher Molkerei zu werfen. Für uns war dieser Termin etwas Besonders. Auch deshalb, weil wir das Unternehmen bereits seit geraumer Zeit als Bauherrenvertretung begleiten.

Geschäftsführer Martin Boschet führte persönlich durch die Anlage und gewährte Einblicke, die man in dieser Tiefe selten bekommt. Und schnell wurde klar: Was hier täglich passiert, ist beeindruckend.

Hohenloher Molkerei als überregionaler Player

Mit einem Jahresumsatz von über 300 Millionen Euro zählt die Hohenloher Molkerei zu den größeren Betrieben ihrer Branche in Deutschland. Doch Größe allein ist hier nicht der entscheidende Faktor. Was wirklich auffällt, ist die Konsequenz in der Organisation.

Täglich werden in der Hohenloher Molkerei rund 1,3 Millionen Liter Milch angeliefert und verarbeitet. Jeder einzelne Prozessschritt ist dabei präzise durchdacht, technisch hochkomplex und auf maximale Effizienz ausgelegt: Von der Anlieferung über die Separation bis hin zur Abfüllung.

 

Blick hinter die Kulissen der Hohenloher Molkerei | Conwick

Die Türme hinter dem Prüfhäuschen lassen erahnen, wie viele Liter Milch bei der Hohenloher Molkerei verarbeitet und gelagert werden.

 

Was die Zahl von 1,3 Millionen Litern bedeutet, wird einem allerdings erst klar, wenn man den Wareneingang, die Tanklager und die Produktionslinien mit eigenen Augen sieht. Gerade die technischen Anlagen haben Thomas beeindruckt. Sie laufen rund um die Uhr. Das bedeutet, dass sie leistungsfähig, vor allem aber zuverlässig sein müssen. Und das unter strengsten Hygienebedingungen.

Nach der Besichtigung folgte ein gemeinsamer Imbiss, kombiniert mit einer fundierten Einordnung der aktuellen Marktsituation durch Martin Boschet. Ein wichtiger Aspekt seiner Ausführungen war, dass Milch längst kein rein regionales Produkt mehr ist. Globale Wettbewerbsstrukturen, volatile Preise, Exportabhängigkeiten und politische Rahmenbedingungen beeinflussen den Markt massiv. Wer hier bestehen will, braucht mehr als eine funktionierende Produktion. Er braucht strategischen Weitblick. Diese Kombination aus technischer Exzellenz und Marktverständnis ist es, die den Unterschied macht.

Conwick als Bau- und Prozess-Unterstützer

Für uns war der Besuch auch deshalb besonders, weil wir aktuell mehrere Projekte am Standort begleiten dürfen. Ein zentrales Vorhaben ist der Bau eines neuen Maschinenraums, der künftig mit modernster Technik ausgestattet wird. Dort werden unter anderem Zentrifugen installiert. Diese bilden ein Herzstück in der Milchverarbeitung, etwa bei der Trennung von Rahm und Magermilch.

Unsere Aufgaben bei der Hohenloher Molkerei sind beispielhaft für Unterstützungsleistungen im Industriebau. Denn es geht für uns nicht nur darum, einen Bau zu begleiten. Im Kern besteht unsere Aufgabe darin, das Zusammenspiel aus Bau und Produktion zu begleiten. Will heißen: Der Betrieb muss weitergehen, die hohen Anforderungen an Hygiene müssen sichergestellt, die laufenden Prozesse gewahrt, die Stillstandzeiten minimiert werden.

 

Blick hinter die Kulissen der Hohenloher Molkerei | Conwick

Auch ein Blick auf die aktuellen Baustellen war im Rahmen der Führung möglich.

 

Besonders freuen wir uns darüber, dass unsere Arbeit im Rahmen der abschließenden Danksagung des Rotary-Präsidenten positiv hervorgehoben wurde. Solche Rückmeldungen sind für uns mehr als nur ein nettes Lob. Sie zeigen, dass strukturierte Projektsteuerung, klare Kommunikation und partnerschaftliche Zusammenarbeit wahrgenommen werden und aus Sicht unserer Bauherr:innen einen echten Unterschied machen.

Was Thomas Krug darüber hinaus von von diesem Nachmittag mitgenommen hat, war vor allem eine Erkenntnis: Hinter jedem Liter Milch steckt ein hochkomplexes System aus Logistik, Technik und herausfordernden Marktbedingungen. Das ändert den Blick auf das tägliche Müsli nachhaltig.

Wir freuen uns, dass wir die Hohenloher Molkerei bei ihren Bauvorhaben unterstützen dürfen! Und wir möchten uns nochmals bei Martin Boschet für die offene und intensive Führung bedanken. Und für Einblicke, die man so schnell nicht vergisst …

 

Bilder: Conwick GmbH