Thomas Krug, Geschäftsführer der Conwick GmbH - Agentur für stressfreies Bauen / Bauherrenvertretung

Schon gewusst…? (Vol.14)

Wer denkt, dass Low-Tech-Gebäude so heißen, weil aus Kostengründen auf moderne Technik verzichtet wurde, der ist auf dem falschen Dampfer. Tatsächlich handelt es sich dabei um hochmoderne Bauwerke, bei deren Planung und Errichtung neueste energietechnologische Erkenntnisse zum Tragen kommen.

Low-Tech-Gebäude – einfach, ressourcenschonend, effizient.

Eine einheitliche Definition für diesen Fachbegriff aus dem Bauwesen gibt es nicht. Das Energieinstitut Vorarlberg präsentiert hierfür aber einen guten Ansatz. Auf den Punkt gebracht: Low-Tech-Gebäude sind hocheffiziente Bauwerke, die auf spezielle Weise konzipiert werden.

Dies bezieht sich beispielsweise auf den Einsatz baulicher Komponenten. Es werden nur einfache und dauerhafte Materialien verwendet, die einen möglichst geringen technischen und energetischen Input notwendig machen. Eine wichtige Eigenschaft ist also die Ressourcenschonung.

Darüber hinaus wird auch bei der Haustechnik darauf geachtet, dass sie einfach und effizient steuerbar ist. Die hierfür nötigen Komponenten werden so gewählt, dass sie langlebig, gut reparabel und einfach auszutauschen sind.

Die Vorteile, die Low-Tech-Gebäude mit sich bringen, liegen auf der Hand. Es sind im Kern die ressourcenschonende Errichtung sowie der Betrieb mit vergleichsweise geringem Energieaufwand. Dazu passend, wird für diese Bauwerke in der Regel ein hoher Anteil an erneuerbaren Energien für Wärme und Stromversorgung verwandt.

Neben der damit zu erzielenden Einsparung von Energiekosten zeichnen sich Low-Tech-Gebäude dadurch aus, dass sie langlebig und gut sanierbar sind. So weisen sie insgesamt vergleichsweise geringe Kosten im Unterhalt auf.

Trotz Einfachheit hoher Wohlfühlfaktor

Dass bei der Errichtung von Low-Tech-Gebäuden auf Einfachheit gesetzt wird, bedeutet aber nicht, dass der Wohlfühlfaktor zu kurz kommt. Denn auch bei der Innenraumgestaltung setzen Planer auf zukunftsweisende Ansätze, etwa beim Lichtkonzept, bei der Gewährleistung einer hohen Luftqualität oder bei der Barrierefreiheit der Räumlichkeiten.

Auf diese Weise entstehen Gebäude, die nicht nur außen, sondern auch im Innenraum modernsten Ansprüchen genügen.

Fazit:

Low-Tech-Gebäude sind klimaverträgliche Bauten mit hohem Einsparungspotenzial beim Energieverbrauch und gleichzeitig guter Werterhaltung dank Verwendung langlebiger Komponenten. Trotz ihrer Einfachheit kommt auch das Wohlgefühl nicht zu kurz, denn bei der Innenplanung kommen modernste Licht- und Raumkonzepte zur Anwendung.

In „Schon gewusst…?“ berichten wir in unserem Blog über Aspekte, die uns bei Bauvorhaben immer wieder begegnen und die uns besonders wissenswert, kurios, kreativ oder einfach nur genial erscheinen. Diese Dinge möchten wir hier einem größeren Publikum zugänglich machen.

Bilder: Conwick

Beispiel für ein Low-Tech-Gebäude: IHK-Bildungszentrum Aalen mit Bauherrenunterstützer Conwick

Beispiel für ein Low-Tech-Gebäude: Das IHK-Bildungszentrum in Aalen, dessen Bau Conwick als Bauherrenvertretung begleitete und das Ende 2017 eröffnet wurde.